Der Fotografiesommer - Newsletter und Ausgabe Nr. 15 

    

Kunstinstallation auf dem Festivalgelände

Fotografiefesival

Les Rencontres Arles

 

in der Provence vom 4. Juli bis 17.September  2006

 

Visuelle Impressionen

   

Das südfranzösische Arles, die Stadt Vincent van Goghs, ist die Stadt in der Provence schlechthin. Die Besucher werden mit viel Charme und Esprit empfangen und wieder mit Inspiration und intensiven Eindrücken verabschiedet.  Sehr viele schöne historische Bauten tragen dazu bei, daß Arles 1981 zum Weltkulturerbe der Unesco erklärt wurde und die Stadt ein einmaliges Flair besitzt. Dazu zählen das Amphitheater (die Arena), das Antike Theater, der Kryptoportikus, die römischen Thermen Konstantins, der Kreuzgang Sankt Trophime mit dem Portal der Kathedrale Sankt Trophime und außerdem der Alyscamps.

Weltberühmte Künstler verschafften Arles einen intensiven künstlerischen Ruf. Sie suchten das besondere Licht, das « Atelier du Midi ». Vincent van Gogh hatte hier ab 1888 seine produktivste Phase und malte in nur kurzer Zeit ca. 300 Werke. Van Gogh lud Paul Gauguin nach Arles ein. Paul Cézanne lebt in Aix und Picasso weilte auch regelmäßig in der schönen Stadt an der Rhone. In Verbindung mit dem südfranzösischen Lebensstil, der samstags und mittwochs zum Wochenmarkt seinen Höhepunkt findet, ist Arles mit seiner Umgebung "die" Stadt in der Provence.

Der Höhepunkt für Frankreichliebhaber und Fotografieinteressierte ist aber jeden Sommer das Fotografiefestival "LES RENCONTRES ARLES".  Seit 30 Jahren findet dort jährlich die unter den Fotografen RIP genannte "Mutter aller Fotografiefestivals" statt. Das Festival wird Anfang Juli eröffnet mit Workshops, Abendveranstaltungen mit Großprojektionen im Römischen Theater, einer Nacht der Fotografie und mit Symposien zu verschiedenen fotografischen Aspekten. Bis Mitte September sind dann parallel 50 Fotografieausstellungen zu unterschiedlichen Themen in den historischen Gebäuden wie z.B. dem Kloster Sankt Trophime zu sehen. 

Höhepunkt der Ausstellungen ist das am römischen Friedhof Alyscamps gelegene ehemalige Bahnbetriebswerk der SNCF, das in wunderschönen alten Hallen ca. 10 Ausstellungen konzentriert.

Das Festival ist tendenziell in den letzten Jahren wieder mehr zu interessanten, handwerklich dominierten, aber nicht minder ästhetischen  Fotografien zurückgekehrt. Damit ist es ein kultureller Hochgenuß auch für "Nichtfotografiekenner". Bis dem Jahr 2002 war es stark dominiert von künstlerisch orientierter  Fotografie, die den Zugang für das "Nichtfachpublikum" stark erschwerte und die Ausstellungen erklärungsbedürftig machten, was sie heute nicht mehr notwendig haben.  Jetzt wirkt wieder das Bild für sich.

Außerordentlich interessant ist die mit den Jahren entstandene Subkultur neben dem offiziellen Festival. Nicht nur durch die Kuratoren des Festivals offiziell zugelassene Ausstellungen werden gezeigt, sondern jeder, der einen Raum oder eine andere Gelegenheit der Präsentation findet, zeigt seine Fotografien unter großer Beachtung des Publikums. Das Festival wirkt damit sehr vielfältig, frisch und jung.  

Moderat sind die Eintrittspreise, mit einer Karte für 3,50 Euro kann man sich eine Auswahl von 7 Ausstellungen ansehen. Die Tageskarte für alle Ausstellungen kostet 17 Euro, die Karte für alle Ausstellungen während der gesamten Festivalzeit nur  22 Euro. Der sehr gute, als Hardcover gebundene ca. 400 Seiten starke Katalog kostet allerdings 44 Euro. Zur Auswahl und Planung der persönlichen "Route" ist er allerdings unabdingbar. Alle Ausstellungen sind dort mit mehreren Bildern und englischen Begleittexten illustriert. 

In einer Galerie auf unserer Webseite finden Sie Impressionen von unseren Besuch des Festivals innerhalb der Fotografiereise  Provence, um sich ein Bild über das Festival zu machen.  Selbst professionellen Ausstellungsbesuchern "klappte dort die Kinnlade herunter". Das Festival ist in mehrfacher Hinsicht die ideale Urlaubsergänzung. Erstbesuchern empfehlen wir, 2 Tage für Arles einzuplanen. Das noch bis zum 17. September laufende Festival ist fester Bestandteil unserer jährlich stattfindenen Fotografiereise Provence. Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Inspiration beim Besuch.  Das Festival im Web: www.arles-rip.com

Eisenach, den 3. August                                                       Dieter Horn                         

 

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    Photographie Kurznachrichten

    

GEO - Magazin I August 2006

Das GEO_Magazin stellt auf seinen Fotografieportal den Reportagefotografen Musa Sadulaev in einer ausführlichen und großformatigen Galerie und einem hochqualitativen Dokumentarvideo vor. Der Tschetschenische Fotograf mußte aus seiner Heimat fliehen aufgrund der kritschen Art der Reportagefotografien und wurde von einer Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte "aus der Schusslinie"  gebracht. 

    

ARD - TAGESSCHAU

Abschied von Medienmonopol der Profil's. Digitalkameras und Handy's ermöglichen den freien Bürgerjournalismus. Aktueller, näher und autentischer sind die News. Ein Revolution bricht über das Genre der Reportagefotografie herein. Kirtiker des Prozesses erhoffen sich mehr Demokratie und Transparenz in den Nachrichten.

Magazin Zeitgeschichte Online

Thomas Wiegand, schreibt über die Möglichkeiten der Fotografie DDR-Geschichte zu transportieren. Der illustrierte Artiekel   ist angenehm aus der Perspektive des Kasseler Kunsthistoriker geschrieben.

TELEPOLIS 7.8.2006

Die blumpe Art der Propaganda und über die Wahrheit der digitalen Bilder  - Ein Reuters-Fotograf hat ein Bild von einem Bombardement der israelischen Luftwaffe manipuliert

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Charles Compère

»Visuelle Seduktion«

 

Ausstellung in Eisenach

in der Fotogalerie im Hause Bohl.

 

08. Juli bis 30. August 2006.

 

 

 

 

Visuelle Seduktion heißt fotografische Verführung. Verführt wurde der Künstler Charles Compère zur Umsetzung einer Suche in der Natur »dem Bild hinter dem Bild«. Die analogen Fotografien von Charles Compère sind Sinnbilder und konzeptgebende Bilder, die durch Mehrfachbelichtungen auf ein Dia im Format 8 x 10 inch eine lasierende Schichtung erwirken. Der Seheindruck des Künstlers bezieht zeitliche und örtliche Nebenmotive zur Fotografie mit ein. Das selektive Ineinanderbelichten einer zeit- und ortsungebundenen Auswahl ist eine Art »Light composing«, denn verschiedene Motivstrukturen fügen sich zu einem neuen Gesamtbild. Durch die Imagination des Künstlers werden die Einzelbelichtungen zu einer Einheit. Die vom Künstler geformte Komposition stellt eine Verschmelzung von Zeit und Raum dar.

 

Der Eindruck in den großformatigen Fotografien erscheint real, irreal und authentisch. Zitat, Charles Compère: »Die analoge Fotografie ist meine Abgrenzung zu den Möglichkeiten der digitalen Bearbeitung zu anderen Ergebnissen.«Die Landschaftfotografien in Eisenach sind Unikate (Vintages) aus den Werkzyklen – »zeitversetzt«: – »Kreislauf der Natur« z. B. als Triptychon, – »Maßstab eins-zu-eins zur Natur«, z. B. Stamm einer Robinie, 1973 und 1993; Basaltwelle, Parkstein; Felswand: Passo de Naret. – Landschaftserfindungen: z. B. die Fotografien »Camedo«, «Kata Bolla«, »Silvenstein« und »Zermatt«.

 

Zur Landschaftsfotografie von Charles Compère schreibt Manfred Schmalriede (Textauszug): »Wo das Auge nur punktuell Details wahrnimmt, breitet das Bild sie scheinbar ohne Grenzen aus, so dass der Eindruck entsteht, die Berge, Bäume, Sträucher, Gräser und Moose werden fotografisch zu Texturen abstrahiert, auf eine transparente Schicht übertragen und auf die Oberfläche der Berge, Bäume etc. zurückprojiziert …

… Die fein abgestuften Farbtonwerte tragen ein Übriges dazu bei, die vielen Übergänge in den Fotografien von Charles Compère nachvollziehbar zu halten. Und ein weiteres vermittelndes Moment fällt auf:

 

Sich auf die sichtbare Welt einzulassen und sie in der Fotografie zu gestalten, ist immer ein wesentlicher Aspekt fotografischen Bildermachens. Mit der »Projektion« gestalteter Bilder auf die »sichtbare Welt« erzeugen wir ästhetische Muster und konstruieren Wirklichkeiten, die, indem wir sie erzeugen, von uns auch erlebt werden.«

 

Köln, im Mai 2006

 

 

 

 

Vita: Charles Compère, Jahrgang 1935

 

Freischaffender Foto-Designer, Landschaftsfotograf

(8 x 10 inch / Diaformat). Künstler – konzeptuell –, vertreten in Museen und Sammlungen, auf internationalen Messen, Professor für Fotografie an verschiedenen Universitäten und Hochschulen.

 

Mitglied im BFF, Bund Freischaffender Foto-Designer, Stuttgart. Ehrenmitglied der Deutschen Fotografischen Akademie, Leinfelden-Echterdingen. Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie, Köln.

 

Zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen. Werke in öffentlichen und privaten Sammlungen. Publikationen in Magazinen, Zeitschriften und Büchern (international). Zahlreiche internationale Auszeichnungen und Ehrungen.

 

Prof. Charles Compère wohnt in Köln. Homepage: www.charles-compere.de

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Fotografie: Nicole Bilke

Fotografie Cafe 2.0

Öffentliche Präsentation der Fotografien der Studenten

Fotografie gemeinsam betrachten und erleben, zusammen wahrnehmen, die Vielfalt sehen, mit den Akteuren diskutieren: das Fotografie Cafe, das in diesem Jahr wieder zu Beginn des Wintersemesters stattfindet.

Am Mittwoch, 18. Oktober 2006 um 19.00 Uhr auf dem Campus der Uni Erfurt sind simultan in 4 Großprojektionen die Fotografien der letzten beiden Semester aus den drei Bereichen Reportage- und Streetfotografie - Expressive Digitale Fotografie und Porträitfotografie zu sehen. Mit guter Musik und Getränken werden die Fotografien gefeiert. Wir laden Sie und Ihre Freunde dazu herzlich ein. Die Veranstaltung ist kostenlos und öffentlich.

Mehr Informationen ab September unter www.uni-erfurt.de/fotografie

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Foto: Eberhard Klöppel 1987Fotografieausstellung

Eberhard Klöppel

Weltanschauung III

50 Jahre Reportagefotografie

Ausstellung in Eisenach

in der Fotogalerie im Hause Bohl.

02. September - 26. Oktober

 

Eberhard Klöppel wurde 1940 in Berlin geboren. Nach der Lehre als Fernmeldemonteur (1956-58) folgte er dem  Armeedienst (1959-62). Beginn der beruflichen Ausbildung zum Bildreporter 1962 im Militärverlag. 1965 bis 1967 Fernstudium an der Fachschule für Journalistik in Leipzig. 1973 Erlangung des Diploms für Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst.

1976 Wechsel zur NBI (Neue Berliner Illustrierte). Seit 1986 stellvertr. Abteilungsleiter. Nach der Wende Umwandlung der NBI zum "Extra Magazin". Dort von 1989 bis 1991 Chefbildreporter und Ressortleiter Bild. Nach Einstellung der Zeitschrift bis 1992 als Bildredakteur im Burda-Verlag tätig. Seit 1993 freischaffend als Fotograf.


War Mitglied in der Gesellschaft für Fotografie und des Verbandes Bildender Künstler der DDR. Mitarbeit an Büchern und Bildbänden. Teilnahme an zahlreichen Ausstellungen im Inn- und Ausland sowie Gruppen- und Personalausstellungen.

    

    Alte Wache 1968 Ballhaus 1986

Gaswerk  1979     

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"Galerie der einhundert Tage" in der Wartburgstadt Eisenach eröffnet

Die Eisenacher Künstler zeigen bis Ende Oktober 2006 im Wochentakt ihre Arbeiten. Jeweils von Mittwoch bis Mittwoch präsentiert einer der 17 beteiligten Künstler seine neuesten Werke in der Galerie zentral am Markt der Wartburgstadt Eisenach. Teilweise sind die Künstler auch selbst in der Galerie anwesend und laden zu Gesprächen über ihre Werke ein (siehe Informationen Webseite www.einhundert-tage-galerie.de).

Neben Grafik, Malerei und Webkunst sind auch interessante Holz- und Metallskulpturen zu sehen. Fotografieausstellungen wird es zwei geben: 

Inka Lotz und Dieter Horn werden neue Werke ihres fotografischen Schaffens in der Galerie in bester Lage gegenüber dem Lutherhaus und dem Stadtschloß zeigen.

 

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Fotografieausstellung "world in LOMOtion"

 

Michael Baller

 

Kleinkunstkneipe Schorschl in Eisenach

 

1. August bis 30.Oktober

 

 

Unschärfe, intensive Farben und analoge Fotografie, scheinbar zufällig mit der “Handkamera“, das ist  Lomografie. Der Eisenacher  Michael Baller zeigt 11 Fotografien die analog und mit der klassischen LOMO-Kompaktkamera aufgenommen wurden, als Roadmovie.

Eindringliche Fotografien ohne Blitz selbst bei Nachtaufnahmen, ohne digitale Nachberabeitung alles direkte Abzüge vom original Negativ fixiert in Berlin, New York, London und Kapstadt. Für das Genre klassisch sind fast alle "aus der Hüfte geschossen", sprich in typischer Lomo-Manier ohne Blick durch den Sucher.

Die Lomografie hatte sich mit der kleinen russischen Kamera LOMO seit Anfang der 90'Jahre als Kultfotografie entwickelt und stellte eine Gegenbewegung der damaligen auf extreme Handwerklichkeit oder sehr starke künstlerische-kopflastigen gerichteten Fotografiehauptgenre dar.

 

„Lomografie hat wenig mit dem Anspruch klassischer Fotografie gemein. Hier ist Unschärfe ein echtes Muss und bei den durchaus recht langen Belichtungszeiten ist es nahezu unmöglich, ein Bild nicht zu verwackeln.

Doch genau das ist der Reiz an Lomografie, denn es geht am Ende nur um kräftige Farben, interessante Blickwinkel und um Bewegung - deshalb auch der Titel "world in LOMOtion". Meine Lomo ist für mich der ideale Begleiter auf Streifzügen durch urbane Molochs, bei denen ich mein normales Arbeitsgerät nur ungern dabei hätte “ so Michael Baller selbst zu seiner Fotografie.

 

Die Fotografien sind zu sehen in der bekannten Kleinkunstkneipe Schorschl in der Eisenacher Georgenstraße unmittelbar westlich von Markt der Wartburgstadt. Michael Baller arbeitet als Redakteuer des Stadtmagazin’s Diggla in Eisenach.

 

Ein Schnappschuss aus Kapstadt, dort gibt es abseits der "gesicherten" Touristenwege viele interessante Second Hand Shops. Dieser hier war wie eine bewohnte Wohnung aufgebaut und man konnte daraus die schrägsten Möbel kaufen.

 

 

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Licht und Form  

 

Ausstellung zu moderner Architektur und

Fotografie in Ungarn 1927-1950

 

12. September – 10. Dezember 2006

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die architektonische und die fotografische Moderne in Ungarn stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Licht und Form – Moderne Architektur und Fotografie in Ungarn 1927–1950“, die am 12. September eröffnet wird. Neben Modellen sind vor allem über 100 Schwarzweißfotografien zu sehen, die in Deutschland erstmals gezeigt werden.
Die abgelichteten Bauten der Avantgarde entstanden zwischen 1927 und 1950. Ab Mitte der 1920er Jahre gelangte die „Weiße Moderne“ in Ungarn zu einer Blüte, vor allem in Budapest. Die Verwendung ähnlicher Konstruktionen, neuer Materialien und einer verwandten Formensprache war ihr gemeinsam mit den Bauten der Moderne in anderen Ländern Europas, die unter den Bezeichnungen Konstruktivismus, Neue Sachlichkeit, Neues Bauen oder Funktionalismus
zusammengefasst wurden. Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Moderne in Ungarn und würdigt  gleichermaßen die Architektur wie die Fotografie einer Zeit, in der sich die Künste durchdrangen und zu völlig neuen Wahrnehmungen und künstlerischen Konstellationen führten. Nach dem Ersten Weltkrieg gingen viele junge ungarische Architekten zum weiteren Studium ins Ausland. Auch das Staatliche Bauhaus in Weimar wurde zum Anziehungspunkt für junge Künstler und Architekten aus Ungarn, unter ihnen Farkas Molnár, Fred Forbát, Marcel Breuer und László Moholy-Nagy.

Ebenso wie in Deutschland gab es in Ungarn nach 1918 einen großen Mangel an preiswertem Wohnraum. Doch obwohl damit die Ausgangssituationen ähnlich waren, standen in Budapest weniger soziale als ästhetische Fragen im Vordergrund, und Siedlungen für Geringverdienende entstanden – anders als in Deutschland – kaum. Die Bauaufgaben waren dennoch vielfältig: Es entstanden Industriebauten, Flughäfen, Autosalons, Werkstätten, Brücken- und Viaduktbauten, Kirchen und Klöster. Wohnhäuser, oft Villen in parkähnlichen Anlagen, wurden meist von gut situierten Privatpersonen beauftragt. Besonders Farkas Molnár prägte die Moderne in Budapest nachhaltig. Auch gestaltete er zwei Jahre lang die Titelseiten der bedeutendsten Zeitschrift für moderne Architektur in Ungarn, Tér és Forma (Raum und Form). In ihr wurden zwischen 1928 und 1948 die wichtigsten
Bauten der Moderne dokumentiert. Die Arbeiten der beiden Fotografen der Zeitschrift, Zóltan Seidner und Tivadar Kozelka, bildeten auf diese Weise ein Fotoarchiv der ungarischen Avantgarde. Die Ausstellung zeigt vor allem Originalabzüge ihrer Fotos, zudem aber auch die Aufnahmen aus den damals renommierten Ateliers von Olga Máté und Ernö Bánó.
„Licht und Form – Moderne Architektur und Fotografie in Ungarn 1927 - 1950“ ist eine Ausstellung des Ungarischen
Architekturmuseums Budapest und des Ungarischen Denkmalamtes in Zusammenarbeit mit der Stiftun
g Bauhaus Dessau und mit Unterstützung der Stadt Dessau im Rahmen des Ungarischen Kulturjahres „Ungarischer Akzent“ in Deutschland.

 

 
Der Katalog „Light and Form. Modern Architecture and Photography 1927 - 1950“ (englisch/ungarisch) ist im Buchladen des Bauhauses für 25 Euro erhältlich.
Eröffnung: Dienstag, 12.09.2006, 19.00 Uhr
Ort: Meisterhaus Muche/Schlemmer, Ebertallee 67, 06846 Dessau
Öffnungszeiten: 13.09. - 10.12.2006, Di - So 10.00 - 18.00 Uhr

Informationen im Internet: www.bauhaus-dessau.de

 

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Peter Langner

 

„Reise in die Freiheit“

ein DDR-Fotograf sieht Frankreich

 

Ausstellung im

Kamera- und Fotomuseum Leipzig

 

8. Juli bis zum 17. September 2006

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Peter Langner, der Gründer des Kamera- und Fotomuseums Leipzig, wäre in diesem Jahr 60 Jahre geworden. Deshalb zeigt das Museum den Fotoessay „Reise in die Freiheit“, der im Frühjahr 1989 entstanden ist.

 

Schon vor der Eröffnung des Museums war die historische Kamera- und Fotosammlung derart bekannt, dass die DDR-Behörden die Erlaubnis gaben, die Sammlung anlässlich des 150. Geburtstages der Fotografie in Paris zu präsentieren. So bekam Peter Langner, der auch ein bekannter und erfolgreicher Fotograf war, einige Monate vor Massenflucht und Maueröffnung Gelegenheit zu einer Westreise.

 

Die Fotografien, die er dabei machte, sind ein Zeugnis dafür, wie ein DDR-Fotograf, dem tristen Alltagsgrau des Ostens für kurze Zeit entronnen, die farbige Welt des Westens empfand. Plötzlich sah sich Peter Langner mit Eiffelturm und Cote d’ Azur, den Traumzielen eines jeden DDR-Bürgers, konfrontiert. Die Bilder spiegeln die Faszination wider, die von Erstbegegnung und Entdeckung ausgeht, und dokumentieren eine Gefühlslage, wie sie nach dem Mauerfall für Millionen von Menschen erlebnishaft wurde.

 

Nicht ohne Hintersinn entschied sich Peter Langner dafür, die Fotografien stark farbig und großformatig anzulegen, um die Andersartigkeit des westlichen Interieurs gegenüber dem im Untergang befindlichen real existierenden Sozialismus hervorzuheben. Der Fotozyklus ist eine Hommage an die Freiheit und gleichzeitig, obwohl kritische Aspekte nicht ausgeklammert bleiben, das Dokument einer prosperierenden Epoche. Das fast schon romantische Bedürfnis, diesseits des Eisernen Vorhangs dem kommunistischen Propagandabild vom Westen zu widersprechen, verleiht den Fotografien neben ihrer künstlerischen Qualität eine zeitgeschichtliche Dimension.

 

Das Kamera- und Fotomuseum in der Mölkauer Gottschalkstraße 9

ist mittwochs, samstags und sonntags jeweils von 13 – 17 Uhr geöffnet.

 

Information im Internet www.fotomuseum.eu   

 

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"So gesehen..."

 

Fotografien des Merseburger Fotografen Wolfgang Kubak

 

18. Juni bis 24. September 2006

im Industrie- und Filmmuseum Wolfen

 

Ein Bild sagt manchmal mehr als tausend Worte. Gerade im Bereich der Fotografie trifft dieses etwas abgewandelte Sprichwort oftmals den Nagel auf dem Kopf. Davon überzeugen können sich die Besucher ab dem 18. Juni im Industrie- und Filmmuseum Wolfen. Eröffnet wird dann die Personalausstellung des Merseburger Fotografen und Fotohistorikers Dr. Wolfgang Kubak, der in diesem Jahr 50 wird.

 

In seiner Ausstellung "So gesehen..." gibt er einen Einblick in das breite Themenspektrum, dem er sich als Fotograf widmet. Fast alle Ausstellungsfotografien sind im eigenen Auftrag entstanden. Kubak versucht, durch diese Art künstlerischer Fotografie vom stark kommerziell bestimmten Alltag als Berufsfotograf Abstand zu gewinnen. Dadurch gelingt es ihm, sich die Freude an der Fotografie zu bewahren.

 

Kubak bedient viele fotografische Genres. Er beherrscht die schnelle Sport- und Reportagefotografie ebenso wie inszenierte Stilleben, ruhige Naturstudien oder effektvolle Detailaufnahmen. Auch hat er sich als Aktfotograf inzwischen bei vielen Fotofreunden einen Namen gemacht. Bekannt ist er ebenso durch seine außergewöhnlichen Porträts. So arbeitet Kubak schon seit 1996 an dem selbst gestellten Langzeitprojekt "Gesichter der Fotografie".

Im Rahmen dieses Projekts sucht er bekannte Fotografen, Unternehmer der fotografischen Industrie, Forscher, Fotojournalisten, Autoren und Verleger fotografischer Literatur auf, interviewt sie und erarbeitet Schwarzweißporträts von seinen Interviewpartnern. Dabei hat ihn sein Weg natürlich auch schon nach Wolfen geführt.

Der leidenschaftliche Fotograf zeigt mit jeder Aufnahme, dass er nicht nur einen Blick für das Besondere und Einmalige an einer Situation hat sondern dass er auch seine Technik und sein Handwerk bestens beherrscht.

Wolfgang Kubak ist aber nicht nur ein engagierter Fotograf. Er gehört auch zu den wenigen aus Mitteldeutschland stammenden Fotofachjournalisten und Fachautoren, die sich deutschlandweit einen Namen gemacht haben. Sein Spezialgebiet ist die Geschichte der Fotografie Mitteldeutschlands. Zu dieser Thematik publizierte er bereits in der Schriftenreihe des Fördervereins Industrie- und Filmmuseum e.V.

 

Wolfgang Kubak lebt seit 1979 in Merseburg und studierte an der Technischen Hochschule Merseburg Chemie. Er fotografiert seit seinem 10. Geburtstag als er eine Pouva Start geschenkt bekam. Dieses Hobby betrieb er von Anfang an mit großer Intensität und machte es zu seinem Beruf. Kubak arbeitet als freiberuflicher Fotograf, Fotofachjournalist und Dozent für moderne Medien und Fotografie.

 

 

18. Juni bis 24. September 2006 im Industrie- und Filmmuseum Wolfen

Bunsenstrasse 4 I 06766 Wolfen I Internet: www.ifm-wolfen.de

 

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Panorama  Rom CCCXII

von Yadegar Asisi

im Panometer Leipzig

Größte digitale Fotografie der Welt

  

 

Fotografie: © Yadegar Asisi

Fotografie: © Yadegar Asisi - Rom CCCXII aus der Vogelperspektive von 40 Metern Höhe      

Die Eröffnung ist das Ergebnis vielfältiger Anstrengungen aller hier Beteiligten. Die Stadtwerke Leipzig, Vermieter und gleichzeitig Hauptsponsor der Asisi Factory, haben seit Jahresbeginn 2005 die baulichen Voraussetzungen für diesen neuen kulturellen Höhepunkt der Stadt Leipzig geschaffen. Im Gasometer selbst ist zum Beispiel der Boden inklusive Fußbodenheizung aufwändig erneuert worden. Außerdem entstand ein moderner Neubau als Funktionstrakt für das Panometer, in dem neben Kassenbereich und Bistro ein sehr großzügiger Sanitär- und Gastronomiebereich geschaffen wurde. Dieser Neubau wird ebenfalls am 26.11.2005 durch die Stadtwerke Leipzig eröffnet.

Nach dem sensationellen Erfolg des 8848Everest360° - Panoramas in den vorangegangenen Jahren mit 450 000 Besuchern, rechnet Asisi Factory auch jetzt wieder mit einem gewaltigen Ansturm von Panoramabegeisterten. Der Illusionskünstler Yadegar Asisi arbeitete derweil über ein Jahr lang fast ununterbrochen an dem Panoramabild Rom CCCXII. Auf einer Größe von 106 m Länge mal 34 m Höhe eröffnet sich dem Betrachter - von einem Podest in der Mitte des Bildes aus - der einmalige Blick über die gesamte antike Stadt Rom und den Einzug des Kaisers Konstantin in die von ihm eroberte Stadt. Historisch ist dieser Tag mit dem Datum 27. 10. 312 belegt. Mit dem Sieg Konstantins verbindet sich die weltgeschichtliche Wende vom klassischen Olymp zum Christentum als Staatsreligion und gleichsam die Vollendung der baulichen Entwicklung des Stadtkörpers Rom.

Um das Bild herum ist eine interessante Rahmendokumentation zusammengestellt worden. Sie gibt Einblick in den Schaffensprozess an dem Riesenrundbild und führt den Besucher jeden Alters mit fesselnden Details und interessanten Hintergrundinformationen an das Bild heran. Nach einem abgedunkelten Treppengang steht man dann dem kolossalen Meisterwerk der Panoramakunst in Horizonthöhe gegenüber. Eingehüllt von Soundeffekten und umgeben von einer unglaublichen fotorealistischen Kulisse ist man der Illusion einer Zeitreise in die Antike unweigerlich erlegen.

Fotografie: © Yadegar Asisi

Fotografie: © Yadegar Asisi - Blick vom Aussichtsturm (Höhe 12 m) auf den Jupitertempel

Das Panometer ist nicht nur eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt. Es ist vor allem auch eine neue Event-Location. Eine Vielzahl kultureller Veranstaltungen ist schon jetzt vorgesehen. Verschiedene Räumlichkeiten bieten sich für Firmenseminare, private Feiern oder auch Themenparties jeder Größenordnung an.

Der Berliner Professor Yadegar Asisi ist in Leipzig kein Unbekannter mehr. Im Jahr 2004 wurde ihm zusammen mit den Stadtwerken Leipzig für sein Panorama-Event 8848Everst360° der Leipziger Tourismuspreis verliehen. Der Name Asisi-Factory, ein Zusammenschluss von Atelier Asisi in Berlin und der Asisi-Event in Leipzig, steht inzwischen für Unterhaltung auf höchstem künstlerischem Niveau.

© Asisi Factory

 

Das Panometerbild "Rom CCCXII" wurde von Yadegar Asisi mit Hilfe der Digitalen Fotografie und einem  Bildverarbeitungsprogramm aus 1200 Einzelbildern zusammengefügt, retuschiert und auf Stoff ausgedruckt. So entstand eines der größten Digitalfotografien der Welt. Das in dem schönen historischen Gasometer der Gründerzeit hängende Bild vermittelt durch seine Präsentation, Beleuchtung und wunderbare Raumperspektive ein erhebendes Gefühl. Ein Dokumentarfilm im Untergeschoß des Panometers vermittelt auf interessante Art und Weise Informationen zur Entstehung des Panoramabildes. Diese "Ein-Foto-Galerie" ist für mich eine der eindrucksvollsten und faszinierendsten Präsentationen des Jahres 2006.

Dieter Horn, Juli 2006 

“Ich träume davon, die Panoramen ins 21. Jahrhundert zu holen.“

Yadegar Asisi

Kontakt:

Asisi Factory I Richard - Lehmann - Str. 114  04275 Leipzig

Tel.: 03 41/ 12 13 397   

Internet: http://www.asisi-factory.de

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Mensch!

Photographien aus Dresdner Sammlungen

Ausstellung des Kupferstich-Kabinetts Dresden

17. Juni bis 18. September  2006

Ein Beitrag der Staatlichen Kunstsammlungen zum Dresdner Stadtjubiläum und zur Wissenschaftsstadt 2006.

 

Foto: Edmund Kesting, Kopf im Profil, um 1957
  © Kupferstichkabinett, Staatliche Kunstsammlung Dresden, Repro:   Herbert Boswank, Foto: Edmund Kesting, Kopf im Profil, um 1957, Silbergelatineabzug

  

Der Mensch als Körper, als Gesellschaftswesen, als utopischer Entwurf: Die Ausstellung „Mensch! Photographien aus Dresdner Sammlungen“ zeigt mit fast 400 Werken aus 160 Jahren eine Bildge­schichte des Menschen im Industriezeitalter. Die vielgestaltige Auswahl aus 30 Dresdner privaten, kommunalen und staatlichen Sammlungen wird durch zwei künstlerische Installationen im öffentlichen Raum erweitert.

Einen derart umfassenden Überblick hatte zuletzt die große Photographie-Ausstellung des Kupferstich-Kabinetts von 1982 gegeben. Damals wie heute bilden die bedeutenden Bestände des Kabi­netts, in dem bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert erstmals Photographie als Kunst gesammelt wurde, einen der Schwerpunkte der Präsentation. Dem treten als Partner die Deutsche Fotothek als das größte Bildarchiv Ostdeutschlands und viele Spezialsammlungen zur Seite.

Gegliedert in die Themengruppen Körper – Zeiten – Identitäten, reicht dabei das Spektrum der ausgewählten Photographien von Porträts bis zu Reportagen, von der wissenschaftlichen Darstellung bis zur konzeptionellen Kunst, von den ersten Verfahren des 19. Jahrhunderts bis zu tagesaktuellen digitalen Presseaufnahmen. In diesem imaginären Museum spiegeln sich lokale, nationale wie inter­nationale Bildwelten.

Neben den großen Namen wie David Octavius Hill, Hugo Erfurth, August Sander, Edmund Kesting, Alexander Rodtschenko, Christian Borchert, Katharina Sieverding oder Thomas Ruff stehen weniger bekannte und anonyme Autoren. Darunter sind auch Neuentdeckungen zu machen, wie etwa der Pathologe Georg Schmorl.

Die Qualität der Bilder, die Kombination der Themen und die aufwändige Gestaltung der Präsentation machen die Ausstellung zu einem vielschichtigen Sehvergnügen. Sie ist nicht zuletzt dank ihres umfangreichen Katalogs ein komplexer Beitrag der Staatlichen Kunstsammlungen zum Jubiläums­jahr der Wissenschaftsstadt 2006.

 

Öffnungszeiten

Mensch! Photographien aus Dresdner Sammlungen: 17. Juni bis 28. August, Kupferstich-Kabinett, Residenzschloss Dresden, Eingang Sophienstraße, tgl. 10 – 18 Uhr, dienstags geschlossen.

Internet: www.skd-dresden.de

Kunstprojekt

Die Ausstellung im Kupferstich-Kabinett wird in den öffentlichen Raum erweitert durch zwei künstlerische Arbeiten von Thomas Bachler: Er gestaltet die Fahrstühle im Schloss mit Portraits unter dem Titel „Denk an mich“, und vom 1. bis zum 15. August 2006 wird in den Leuchtkästen der Straßenbahn- und Bushaltestellen „Zeit für Dresden“ gezeigt. Beide Arbeiten regen zum Nachdenken darüber an, was wir verstehen, wenn wir sehen.

Tagung

Am 23. und 24. Juni 2006 findet die Tagung „Nachbilder. Photographie in der DDR“ statt. Hier wird Photographie als eine der zentralen Projektionsflächen öffentlicher und privater Leitbilder diskutiert.

Veranstalter sind die Deutsche Gesellschaft für Photographie e. V. (DGPh) – Sektion Geschichte und Archive, das Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die Neue Photographische Gesellschaft in Sachsen e.V. (NPhG) und die Museen der Stadt Dresden – Technische Sammlungen.

Programm und Anmeldemodalitäten unter http://photo.dresden.de

    Begleitprogramm

Die Ausstellung wird von einem differenzierten museumspädagogischen Programm begleitet. Führungen und Kunstgespräche, Werkstattbesuche bei Künstlern und Galerien, ein Lochkamera-Kursus und Praktika bei der Sächsischen Zeitung vermitteln Anregungen und Wissen zur Photogeschichte, zur Photographie als Kunst, als Hobby und Beruf.

Informationen und Anmeldung zu Sonderveranstaltungen: Besucherservice der SKD, Tel. (0351) 4914-2000 sowie http://www.skd-dresden.de.

 

Foto: Florian Merkel, Die Verklärung der Bourgeoisie auf dem Marktplatz zu Falkenstein, 1993

© Kunstfonds in der Galerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlung Dresden, Repro: Deutsche Fotothek, Klaus-Dieter-Schumacher, Foto: Florian Merkel, Die Verklärung der Bourgeoisie auf dem Marktplatz zu Falkenstein, 1993, kolorierter Silbergelatineabzug

 
Foto: Karl Schröder, Totenmaske Hans Fallada, 1970
 

© Kupferstichkabinett, Staatliche Kunstsammlung Dresden, Repro:   Herbert Boswank, Foto: Karl Schröder, Totenmaske Hans Fallada, 1970, Silbergelatineabzug

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Fotografieausstellung

Norbert Guthier

Kunsthalle Arnstadt

9. September - 8. Oktober

 

 

     

Selten treten Fotografen und Maler in einen konstruktiven Dialog, von dem beide Seiten profitieren. Zu unterschiedlich sind in der Regel die individuellen Standpunkte, Sehgewohnheiten und Ansichten  des jeweiligen Metiers.

Trotzdem haben der Fotograf Norbert Guthier  und der Maler Christian Maria Knecht den Versuch gewagt, ihren persönlichen Stil synergetisch in ein gemeinsames Projekt zu integrieren. Dabei ist jeder von ihnen über seinen eigenen Schatten gesprungen, den die Ausstrahlung des anderen projiziert.

 

Als Fotograf kennt sich Norbert Guthier mit dem Licht ganz besonders gut aus. Er fängt es mit seiner Kamera ein und bannt es auf Film. Guthier ist ein geduldiger Jäger. Seine Lichtbilder zeugen von der mühevollen Suche nach dem entscheidenden Motiv und dem richtigen Zeitpunkt. Ist die Konstellation perfekt, genügt oft ein Sekundenbruchteil, und die Beute ist unter Verschluss. Der Entwicklungsprozess, der danach per Polaroidtechnik eintritt, verhindert einerseits die rasche optische Verwesung durch sofortige Konservierung, löst jedoch andererseits beim Fotografen ein lang-

sam erwachendes Gefühl der Wehmut über die Unwiederbringlichkeit des Augenblicks aus. Vielleicht ist das der Grund, der Norbert Guthier dazu bewog, seine Lichtfallen zu enttarnen. Indem er die Spuren der chemischen Emulsion, die seine Sofortbildtechnik hinterlässt, nicht verwischt, sondern als authentischen Beweis für den

situativen Moment sichert, stellt er gleichzeitig den Ewigkeitsanspruch seiner Arbeiten in Frage.

Das Unbehagen an dem schönen Schein scheint auch für Christian Maria Knecht die Motivation zu sein, an den Oberflächen der erhabenen Sujets seines Visavis zu kratzen. Als Grafiker und Maler verfügt er über einen ausgeprägten Lichtschutz-Faktor, der sich parallel zur Blende des Fotografen verhält. Knecht filtert zunächst die Lichtkompositionen von Gulthier, sondiert sie auf ihre essentiellen Bestandteile, um sie dann mit gestischen Pinselstrichen auf ein archetypisches Grundmuster unseres Welterkennungapparates

zu reduzieren.

 

Glaubt man der Gehirnforschung, reagiert das limbische System unmittelbar auf visuelle Reize mit entsprechenden Emotionen. So könnten sich die positiven Gefühle erklären, die mit der Kontemplation von Landschaften einhergehen, die idyllisch, harmonisch oder gar erhaben empfunden werden. Wäre die Theorie richtig, hätte Knecht auf seiner Seite recht. Aber darum geht es ihm nicht. Seine Arbeiten verstehen sich nicht als Antithese des Malers zur These des

Fotografen, sondern sind vielmehr dem beidseitigen Arrangement verhaftet. Ähnlich dem Polaroidfilm, der erst durch die symbiotische Verschmelzung von Negativ und Positiv das Trennbildverfahren ermöglicht, braucht der eine

den anderen um sich kreativ weiterzuentwickeln, sich seiner künstlerischen Identität bewusst zu werden, die Grenzen der eigenen Disziplin zu akzeptieren und die seines Kontrahenten zu respektieren.  So zeigen sich die Antipoden durch ihre Konfrontation nicht nur von ihrer besten Seite, sondern evozieren durch die hohe Aufprallenergie der formalen Gegensätze zudem einen Synergieeffekt, der von gegenseitiger Empathie

initiiert wurde.

 

© James Nitsch

 

Mehr Informationen zur Kunsthalle Arnstadt und Norbert Guthier

 

Fotografien aus dem zu sehenden Projekt synErgon
 
       
 
Fotografien aus den zu sehen Projekten "kinky & blissful"  und Guthier No3
 
       

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Ausstellung

Carrara – Fotografie von Horst Hahn

 

ITALIENISCHER SOMMER

IN GOTHA

 

Eine Ausstellung des Gothaer Hauses der Versicherungsgeschichte und der Stiftung Schloss Friedenstein

 

9. Juli -10. September 2006

Mittwoch 14:00 -16:00 Uhr, Sonntag 10:00 -12:00 Uhr

 

  

Horst Hahn reiste zwischen 1999 und 2004 mehrmals in die Apuanischen Berge und es entstanden die eindrucksvollen Bilder von den Steinbrüchen um Carrara. Seine schwarzweiß Fotografien vermitteln dem Betrachter den Eindruck von der Mächtigkeit des Gebirges, aber auch von den Schwierigkeiten und Gefahren beim Abbau des Marmors, der seinen legendären Ruf als begehrtes Bildhauermaterial bis heute hat. Im Rahmen des Italienischen Sommers zeigt die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha gemeinsam mit dem Haus der Gothaer Versicherungsgeschichte Horst Hahns fotografische Arbeiten.

Horst Hahn, der von 1967 bis 2002 hauptberuflich als Amtsrestaurator für Wandmalerei und Steinskulptur beim Rheinischen Amt für Denkmalpflege tätig war und Lehraufträge an der GHS-Universität Essen und der GHS-Universität Wuppertal hatte, präsentierte seine Bilder bereits auf zahlreiche Ausstellungen. Er wurde in die Deutsche Gesellschaft für Photografie (DGPh), die Gesellschaft für Fotografie (GfF) und die Gesellschaft Photo Archive e.V. aufgenommen.

Horst Hahn fotografiert seit Jahrzehnten mit hohem künstlerischen Anspruch. Waren sie am Anfang eher dokumentarisch, so arbeitete er später zunehmend konzeptionell. Es „sind seine eindrucksvollen Bilder der Marmorbrüche von Carrara keine ´Schnellschüsse´, sondern das Ergebnis eines langen Prozesses der Annäherung und des Abwägens, des Suchens und Findens, des bewussten Sehens und des behutsamen Deutens des Geschehenen.“ (Rainer K. Wick)

Informationen zur Fotografieausstellung im Internet:      www.versicherungs-geschichte.de

Informationen zum Italienischen Sommer im Internet:    http://www.italienischer-sommer.de/

 

 

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Ausstellung Fotografien und Objekte

Wibke Raßbach. Axel Bauer

 11. August 2006 bis 27. September 2006

Kunsthaus Am Markt Marion Gratz - Schmalkalden

Ausstellung Nr. 1 aus der Reihe Junge Künstler der 5 Ostdeutschen Kunsthochschulen

„fremde Heimat. Heimat fremde“ ist der Titel der Ausstellung von Wibke Raßbach und Axel Bauer, die vom 11. August bis zum 27. September im Kunsthaus am Markt in Schmalkalden zu sehen ist. Für Raßbach und Bauer war Heimat und Fremde in einem Jahr gleich drei mal aktuell. Von Juli bis Dezember 2005 hieß ihr zu Hause Nepal. Zwei Monate verbrachten sie in Deutschland und dann ging es noch einmal für 5 Monate nach Norwegen. In der Ausstellung werden Fotografien und Objekte gezeigt, die in diesem Jahr entstanden sind und somit auch Ergebnis aus dem Prozess des Heimisch-werdens, dem Fernweh und Heimweh, der Faszination an der Fremde und der Frage: was ist eigentlich Heimat und was Fremde?

Heimat ist sicherlich ein angestaubter Begriff, dem ziemlich viele Klischees anhaften. Und doch würde jeder Heimat wohl anders erklären: das Heim – Daheimsein, das Haus mit seinen schützenden Mauern, Geborgenheit. Oder sind es die Anderen, die Heimat ausmachen: die Mitmenschen, dort wo man verstanden wird. Oder ist Heimat das Alltägliche, das Vertraute: das Muster der Tapete, der Geruch eines Ortes und das Surren des Kühlschranks? Auf jeden Fall ist Heimat das Gegenteil von Fremde. Sie sind Gegensätze und doch könnte das eine ohne das andere nicht existieren.

Das Resultat aus einem Jahr unterwegs sein ist die Ausstellung und eine Liebeserklärung an beide: die Heimat und die Fremde. Die Vernisage findet am 12. August um 19 Uhr im Kunsthaus am Markt, Altmarkt 8 in Schmalkalden statt. Ein Künstlergespräch und Livemusik wird es am 9. September um 19.30 geben. Initiiert und gefördert wird die Ausstellung vom Kunstverein „Kunst heute Schmalkalden e.V.“. Es ist die erste in einer Reihe von fünf geplanten Ausstellungen, in denen Absolventen der fünf ostdeutschen Kunsthochschulen die Möglichkeit haben ihre Werke vorzustellen und außerdem einen Ausstellungskatalog zu erstellen.

Kunsthaus Am Markt Marion Gratz, Altmarkt 8, 98574 Schmalkalden, Tel. 03683-405170, www.kunst-geniessen.de Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 13.00 - 19.00 Uhr, Samstag 10.00 - 16.00 Uhr, Informationen zum Projekt: www.kwerhoch2.de

Aktionen zur Fotografieausstellung

- Eröffnung / Freitag, 11. August, 19.00 Uhr / Laudatio durch Harald Reiner Gratz

- Künstlergespräch und Livemusik / Freitag, 8. September, 19.30 Uhr

- Finissage: norwegischer Kultfilm "Loop" / Mittwoch, 27. September, 19.30 Uhr

 

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Ausstellung des

Erfurter Kunstvereins im

Renaissance-Saal

der Kunsthalle Erfurt

 

Rolf Lindner

Quadrille

Fotografien

 

24.08. - 08.10. 2006

 

Rolf Lindner ist über die Thüringischen Grenzen hinaus vor allem als Schmuckgestalter und Emailleur bekannt. Eigensinnig setzt er sich mit seiner Umwelt auseinander und lässt Skurriles, Markantes, Eindringliches in unterschiedlicher Weise in sein künstlerisches Werk einfließen. Der Erfurter Kunstverein e.V. nimmt den 60. Geburtstag des Künstlers 2006 zum Anlass, um eine bislang unbekannte Facette seines Schaffens der Öffentlichkeit zu präsentieren. Seit den frühen achtziger Jahren beschäftigt sich Rolf Lindner mit der Fotografie als künstlerischem Medium.

Insbesondere zahlreiche Reisen regten ihn an, sich mit der Kamera der ihn umgebenden Welt zuzuwenden und unmittelbare Eindrücke festzuhalten. Rolf Lindner betont die Eigenständigkeit seiner fotografischen Arbeit gegenüber jener als Schmuckgestalter. Wohl besteht kein direkter linearer Zusammenhang zwischen den beiden Feldern seines künstlerischen Tuns im Sinne des fotografischen Skizzenbuches, doch dokumentiert Lindner seine Sicht auf die Welt und man erkennt unschwer sein Formverständnis und seine Eleganz im Umgang mit Farben in den Fotografien wieder. Er selbst bekennt: „Fotografische Sichtweisen stellen ... einen wichtigen Hintergrund in meinem Schaffen dar, haben sich jedoch mittlerweile als ein selbständiger Block in meinem Oeuvre herausgebildet.“

Seinen unkonventionellen, experimentierfreudigen Umgang mit dem Medium Fotografie dokumentieren Lindners Aufnahmen mit einer so genannten Spaßkamera. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kameras verfügt diese über vier Objektive, die mit einmaligem Auslösen vier separate Bilder pro Negativ erzeugen. Mittels ihrer vier Linsen zeigt die Kamera die Welt wie mit dem Facettenauge eines Insekts. Einzelbilder existieren parallel und liefern divergente Bildinformationen ein und derselben Situation. Spezies mit Facettenaugen verfügen über das größte Blickfeld aller bekannten Lebewesen und sind in der Lage, aus den Einzelinformationen ein vielschichtiges Bild zusammen zu fügen. Diese Blickfelderweiterung mag im übertragenen Sinne auch für Lindners Arbeiten gelten und ist ein für unsere Sehgewohnheiten verwirrendes, höchst interessantes Wechselspiel von Einzelnem und Komplexem, Detail und Gesamtbild, Variation und Wiederholung. Mit dem Zufall als Verbündetem lässt Lindner ungewöhnliche Farbigkeiten, Überblendungen und zeitliche Überschneidungen entstehen und verfremdet Gewohntes bis zum Surrealen. Heiter und hintersinnig präsentiert er die je vier entstehenden Bilder in Blöcken. Wie die Tänzer einer Quadrille sind sie vier Teile eines komponierten, sich scheinbar bewegenden Ganzen. Originelle Blickwinkel und Beleuchtungen unspektakulärer Situationen werden zum Inventar eines künstlerischen Paralleluniversums, das Lindner mit der Kamera archiviert und nach seiner Choreografie tanzen lässt.

Neben dieser experimentellen Arbeit entstanden mehrere, eher im klassischen Sinne aufgefasste, fotografische Serien. Während eines Arbeitsaufenthaltes in Paris im Jahre 2001 fotografierte Lindner die Serie „barrages“, deren Stärke in der zurückhaltenden Aussage besteht. Barrages, jene Wickel aus textilem Material, die allgegenwärtig in den Pariser Rinnsteinen liegen, dienen den Männern der Stadtreinigung dazu, die Wasserströme bei der täglichen Reinigung des großstädtischen Augiasstalls zu bändigen. Lindner sieht die barrages als Sinnbild für Hilflosigkeit und Verlorensein. Darüber hinaus liegt ein großer visueller Reiz dieser Aufnahmen in der oft abstrakt-konstruktivistisch anmutenden Komposition, in welcher lediglich Details – beispielsweise Gullydeckel – beinahe beiläufig auf die Metropole verweisen.

Lindner findet seine Bilder im Alltag, den er metaphorisch bewertet: So pfeifen die Bewohner Venedigs auf die Warnung vor einer etwaigen Lebensgefahr, die angesichts ihrer moribunden Stadt auch lächerlich erscheint und verzieren die gut gemeinte Mahnung buchstäblich todesverachtend mit Kaugummi. Für Lindner ist dies nicht nur eine Eulenspiegelei, sondern vitaler Ausdruck von Lebenslust. Momente, die hinter den Realitäten den Aberwitz des Banalen zu Tage fördern und ihm Bedeutung verleihen, sind das unerschöpfliche Reservoir für Lindners fotografische Streifzüge.

 © Ute Ackermann   I             Mehr Information unter: KUNSTHALLE ERFURT

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Tangente 30.  - Fotografie

Christoph Rihs

Testimonials.

in der Galerie der Jenoptik AG vom 6. Juli bis zum 8. September 2006

 

Im Rahmen des Deutsch-Französischen Jahres "Rendezvous 1806-2006" fördert die JENOPTIK AG gleich zwei künstlerische Projekte, die das Thema napoleonische Schlacht aufgreifen.


Das Projekt "Testimonials" von Christoph Rihs bildet einen reizvollen visuellen Kontrapunkt zu dem von der Stadt Jena organisierten und von der JENOPTIK AG als Hauptsponsor geförderten Audiowalk der kanadischen Künstlerin Janet Cardiff, die den Teilnehmer per Soundtrack durch eben jenes geschichtsträchtige Areal schickt.

Die neue Serie von zehn großformatigen fotografischen Werken greift Motive der Landschaft um Jena-Cospeda, dem Schauplatz der Schlacht Napoleons gegen die Preußen, auf.

In langen Spaziergängen hat Christoph Rihs das Gelände erwandert und symbolträchtige Bildmotive - darunter uralte Bäume, stumme und doch beredte Geschichtszeugen - ausgewählt und aufgenommen.

Dabei berührte ihn, wie friedvolle Idylle mit dem Wissen um das damalige kriegerische Geschehen eigenwillig kontrastiert. Zu Hause am Computer geschieht die eigentliche Arbeit in der Bearbeitung der Bilder zumeist konzentrisch angeordneten Bildmontagen, die sich dem Auge des Betrachters vielschichtig und facettenartig darbieten.

In den festgehaltenen Momenten der "Testimonials"-Serie verdichtet sich also die Dynamik des Wahrnehmungs- und Reflektionsprozesses. Die Serie reflektiert die zeitlichen Schichten, Erinnerungen, Assoziationen, Leerstellen und Wahrnehmungsbrüche, die sich beim Betrachten von historischen Schauplätzen ergeben. Da es keine fotografierbaren menschlichen Zeitzeugen der napoleonischen Schlacht mehr gibt, rückt Rihs die Natur als ambivalente Metapher und Allegorie des Geschehens in den Mittelpunkt. Bäume erscheinen surreal beseelt und nehmen einen gequälten Ausdruck an.

In einem aufwendigen Verfahren (Diasec) werden die Fotos mit einer Glasscheibe verschmolzen und diese wiederum auf eine Aluminiumplatte aufkaschiert. Dadurch erhalten die Bilder ihre besondere technische Brillanz und materielle Präsenz.

 

Les faux de St-Basle (hêtre tortillard) 2004 - 06, diasec, 90x100 cm

 

Ausstellung in der Galerie der JENOPTIK AG, Carl-Zeiß-Straße 1 (neben der Goethe-Galerie), 07743 Jena, vom 6. Juli bis zum 8. September 2006, geöffnet Mo-Do 10 bis 18 Uhr, Fr 10 bis 16 Uhr. Eintritt frei.

Informationen bei Jenoptik  I Information bei Wikipedia 

Platschütz (Platane Schützengasse), 2003 - 04, diasec, 76x150 cm

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Claus Rose (Jena) - Kuss der Morgensonne (Reg.-Nr. 1238)

Landesfotoschau

Thüringen

2006

 

   

Zum fünften Mal wird eine Landesfotoschau Thüringens veranstaltet. Alle drei Jahre sind die Thüringerinnen und Thüringer aufgerufen, sich mit ihren besten Fotos am Wettbewerb zu beteiligen. In diesem Jahr richtet der Jenaer Fotoclub UNIFOK e.V. die Landesfotoschau aus und wird dabei u.a. von der Goethegalerie unterstützt. Die Ausstellung wird vom 11. bis zum 16. September im Einkaufszentrum zu sehen sein, bevor sie auch in anderen Thüringer Städten gezeigt wird. Zum Wettbewerb wurden 1345 Fotos (1006 Einzelfotos und 77 Serien) von 197 Bildautoren/innen eingereicht. Die Jury wählte für die Ausstellung 79 Einzelfotos und 12 Serien von 60 Autoren aus. Die Auszeichnungen werden am 16.09.2006 um 11 Uhr in Anwesenheit des Schirmherren, Minister Gerold Wucherpfennig, in der Goethegalerie  überreicht.

  Uwe Erler (Jena)

Brücke ins Nirgendwo (Reg.-Nr. 94)

 

     
  Tilmann Graner (Sondershausen)

Begegnung (Reg.-Nr. 210)

Aktuelle Informationen finden Sie unter: http://www.gff-thueringen.de/landesfotoschau5/index.html

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Fotografieausstellung

Rick Bajornas

 

The Gotham Reports

 

 Leica Galerie Solms

     August 2006

Der Amerikaner Rick Bajornas (Jahrgang 1976) studierte Fotografie am Art Institute of Colorado. 2001 ging er nach New York, um dort zunächst für die Agentur Magnum zu arbeiten. Drei Jahre später wechselte er zur Fotoabteilung der Vereinten Nationen (UN), um danach für die UNO nach Äthiopien und Eritrea zu gehen. Heute lebt und arbeitet der Fotograf in Addis Abeba.

Herumstreunen, beobachten und auf das Wesentliche des Lebens, das sich täglich irgendwie offenbart, zu warten, das ist die Arbeitsweise von Rick Bajornas. Er verfolgt damit beharrlich das Ziel, den Sinn des Gotham Reports aus der bekannten Batman-Serie zu erfassen. Aufgenommen im manchmal überforderten sich aber immer wieder schnell erholenden New York zeigen die Bilder zunächst einmal ganz normale Straßenszenen. Diese stellen die eigentlich passiven Menschen in den Mittelpunkt, verdeutlichen gleichzeitig die Schönheit und die Geheimnisse, die an jeder Straßenecke der Großstadt zu finden sind, und lassen dem Betrachter genügend Raum für eigene Interpretationen. Denn sie könnten in jeder beliebigen Stadt der Welt entstanden sein, eben auch im fiktiven Gotham.

 

Rick Bajornas benutzte dazu die Leica M6, wahlweise bestückt mit den Objektiven von 28, 35 und 50 mm Brennweite und geladen mit Kodak Tri-X Film. Die Aufnahmen sind auf Ilford Hochglanzpapier vergrößert.

 

Leica Galerie

Leica Camera AG / Oskar-Barnack-Str. 11 / 35606 Solms
 

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Dokumentationen und Kurse zur Fotografie im deutschsprachigen Fernsehen


             

 

Sonntag, 30. Juli 2006 - 17.00-17.20 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Alberto Venzago, Porträtreihe, Schweiz, 2004, Folge 1
Der Porträtfilm aus der Reihe "PHOTOsuisse" zeigt den engagierten Zürcher Fotografen Alberto Venzago an der Arbeit. Sein grosses Thema sind das Böse und die Rituale zur Beherrschung des Bösen.
 
Montag, 31. Juli 2006 - 22.25-23.10 3SAT
Moment-Aufnahmen: Elfie Semotan
Die höchst erfolgreiche Fotografin Elfie Semotan gehört zu den Aushängeschildern der österreichischen Kunstszene. Die gebürtige Oberösterreicherin lebt abwechselnd in New York, Wien und dem südlichen Burgenland. Bereits Ende der 1970er Jahre sorgte sie in Österreich für Aufsehen: Sie schoss die Fotos für die viel diskutierte Palmers-Plakatserie "Trau dich doch". Seitdem gehört sie zu den Topfotografen der Modebranche, fotografiert für Magazine wie Vogue oder Harper's Bazaar und illustriert Werbekampagnen für Mode und die Lifestyle-Branche. Seit 20 Jahren arbeitet sie mit dem Modeschöpfer Helmut Lang zusammen. Elfie Semotan ist eine für zahlreiche Künstler höchst inspirierende Persönlichkeit. Sie war mit namhaften Künstlern befreundet, mit Kurt Kocherscheidt und Martin Kippenberger verheiratet.

Sonntag, 6. August 2006 - 12.05-13.05 arte
Bill Viola - Porträt des Videokünstlers
Das erste Porträt des international anerkannten Videokünstlers Bill Viola zeigt Werke aus 30 Jahren künstlerischen Schaffens und begleitet den Künstler an Plätze, die ihm besonders am Herzen liegen.
 
Sonntag, 6. August 2006 - 17.05-17.20 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Nicolas Faure, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 2
Der Porträtfilm zeigt den Genfer Fotografen Nicolas Faure unterwegs in der Autobahnlandschaft Schweiz. Seine Bilder zeigen Bauwerke wie Skulpturen in der Landschaft.

Mittwoch, 9. August 2006 - 11.40-12.00 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Nicolas Faure, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 2
Der Porträtfilm zeigt den Genfer Fotografen Nicolas Faure unterwegs in der Autobahnlandschaft Schweiz. Seine Bilder zeigen Bauwerke wie Skulpturen in der Landschaft.
 
Freitag, 11. August 2006 - 11.15-12.00 RBB
Die Fotografin von Hiddensee
Sie hat das absolute Auge für Proportionen, den Blick für versteckte Schönheiten. Ilse Ebel ist 87, seit sechzig Jahren fotografiert sie auf Hiddensee. "Auf den Auslöser drücken kann jeder", sagt sie, "man muss sehen." Sie ist ständig unterwegs und findet, dass jeder Tag, an dem sie die Insel nicht erkundet, ein verschenkter Tag ist. Fast jedem Besucher ist sie schon mal mit ihrem Fotoapparat begegnet. Seit den dreißiger Jahren lassen sie die Motive der Gegend nicht mehr los. Sie hat Asta Nielsen kennen gelernt, Gerhart Hauptmann und Achim Ringelnatz. Mehr als dreißig Jahre dokumentierte Ilse Ebel das Leben der Tänzerin Gret Palucca. Sie hat das markante Gesicht mit den intensiven Augen, das Leuchten im Gesicht auch der ganz alten Frau festgehalten. Ausgehend von ihren Fotos unternimmt der Film Exkursionen zu Orten und Menschen auf der Insel und kehrt wieder zur Fotografin zurück - um schließlich hinter ihr Geheimnis zu gelangen und - ganz nebenbei - Hiddensee vorzustellen.
 
Samstag, 12. August 2006 - 16.40-16.55 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Nicolas Faure, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 2
Der Porträtfilm zeigt den Genfer Fotografen Nicolas Faure unterwegs in der Autobahnlandschaft Schweiz. Seine Bilder zeigen Bauwerke wie Skulpturen in der Landschaft.

Sonntag, 13. August 2006 - 17.00-17.20 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Annelies Strba, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 3
In Fotografien und Videoarbeiten dokumentiert Annelies Strba stimmig ihre intimste Umgebung.

Dienstag, 15. August 2006 - 0.10-1.00 (Datum Mittwoch) XXP
Zeitzeugen: Einar Schleef: Kontaktbögen - Finissage - Ich bin ein Künstler
Der Filmemacher und Freund Einar Schleefs, Hans Jürgen Syberberg, präsentiert in der Berliner Akademie der Künste den fotografischen Nachlass des Theaterregisseurs. Anders als Schleefs monumentale, streng stilisierten und an Rhythmus uns Sprachmelodie orientierten Inszenierungen sind die Fotos, wie auch sein literarisches und filmisches Schaffen, im Alltag beobachtet und experimentell zusammengesetzt. Sie zeigen unter anderem seine Heimatstadt Sangershausen, seine sterbende Mutter, Selbstporträts, seine Nachbarinnen, Peepshows und Werbeflächen. In einer Podiumsdiskussion kommen der Bildende Künstler Jonathan Meese, der Aktionskünstler Christoph Schlingensief und Hans Jürgen Syberberg zu Wort. Sie alle haben sich des Wagnerschen "Parsifal-Stoffes" angenommen, Syberberg als Opern-Film, Schlingensief in Bayreuth und Jonathan Meese als Performance in der Berliner Staatsoper. Einar Schleef konnte sein detailliert ausgearbeitetes Konzept zum "Parsifal" nicht realisieren.

Mittwoch, 16. August 2006 - 11.40-12.00 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Annelies Strba, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 3
In Fotografien und Videoarbeiten dokumentiert Annelies Strba stimmig ihre intimste Umgebung. Ein Porträtfilm aus der Reihe "PHOTOsuisse".

Samstag, 19. August 2006 - 11.00-11.10 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Annelies Strba, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 3
In Fotografien und Videoarbeiten dokumentiert Annelies Strba stimmig ihre intimste Umgebung
 
Samstag, 19. August 2006 - 16.40-16.55 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Annelies Strba, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 3
In Fotografien und Videoarbeiten dokumentiert Annelies Strba stimmig ihre intimste Umgebung.

Sonntag, 20. August 2006 - 17.00-17.20 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Gian Paolo Minelli, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 4
Gian Paolo Minelli lebt und arbeitet in Buenos Aires. Sein Werk zeichnet ein engagiertes Bild der argentinischen Hauptstadt nach 21 Jahren Militärdiktatur.

Montag, 21. August 2006 - 12.40-12.55 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Gian Paolo Minelli, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 4
Gian Paolo Minelli lebt und arbeitet in Buenos Aires. Sein Werk zeichnet ein engagiertes Bild der argentinischen Hauptstadt nach 21 Jahren Militärdiktatur.

Mittwoch, 23. August 2006 - 11.40-12.00 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Gian Paolo Minelli, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 4
Gian Paolo Minelli lebt und arbeitet in Buenos Aires. Sein Werk zeichnet ein engagiertes Bild der argentinischen Hauptstadt nach 21 Jahren Militärdiktatur.

Samstag, 26. August 2006 - 10.55-11.10 (VPS: 11.00) Schweiz 1
PHOTOsuisse: Gian Paolo Minelli, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 4
Der Tessiner Fotograf Gian Paolo Minelli hat Buenos Aires zu seiner Wahlheimat gemacht. Er durchstreift die argentinische Hauptstadt, fotografiert die Wunden, die 21 Jahre Militärjunta hinterlassen haben. Parallel dazu arbeitet Minelli an einer Portraitreihe von Argentiniens Jugend. Er fotografiert die jungen Menschen in Hinterhöfen, vor ihren Wohnblocks, zeigt sie selbstbewusst und stolz in die Kamera schauend
 

Samstag, 26. August 2006 - 16.25-16.40 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Gian Paolo Minelli, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 4

Sonntag, 27. August 2006 - 16.55-17.20 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Balthasar Burkhard, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 5
Balthasar Burkhard fotografiert an den extremsten Orten der Welt, am Rio Negro im Amazonasgebiet oder in der Wüste Namibias. Er fliegt über Megastädte wie Mexiko, Chicago, Los Angeles oder Tokio. Dabei arbeitet Burkhard nicht flüchtig und schnell, sondern mit der Bedächtigkeit des klassischen Studiofotografen. Seine Bilder dieser Orte wirken – in ihrer technischen Perfektion, der grossen Tiefenschärfe, den sehr genau bedachten Lichtverhältnissen – wie Sachfotografien der Erde

Mittwoch, 30. August 2006 - 11.50-12.00 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Balthasar Burkhard, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 5


Donnerstag, 31. August 2006 - 22.45-0.15 RBB
Der Zeit ein Gesicht geben: Bernd Lasdin - Fotograf
Mit seiner Fotoausstellung "Zeitenwende" wurde der Fotograf Bernd Lasdin international bekannt. Er zeigte Porträts von Neubrandenburgern aus dem Jahr 1987 - noch in der DDR - und 1997 im wieder vereinten Deutschland. Dies ist nur ein Teil seines beabsichtigten Lebenswerkes, mit thematisch geordneten Porträts ein Gesamtbild der deutschen Gesellschaft zu erstellen. Am Anfang des Films steht die Frage: Wer ist Bernd Lasdin? Und wie kommt die erstaunliche Glaubwürdigkeit in seine Bilder? Kurz nach Drehbeginn öffnete der Protagonist eine bislang fest verschlossene Tür zu seiner Vergangenheit und zeigte sich als zerrissener und schwacher Mensch. Die Rolle des Dokumentarfilmers, der eigentlich nur beobachtet, wurde auf den Kopf gestellt: Lasdin nutzte die Dreharbeiten, um öffentlich zu beichten. Und so wurde es auch eine schmerzliche Reise in die Vergangenheit eines Künstlers. Mit dem Titel "Der Zeit ein Gesicht geben" sollte die künstlerische Arbeit von Bernd Lasdin auf den Punkt gebracht werden. Er bekam eine zweite Bedeutung: Lasdin selbst ist ein Gesicht seiner Zeit.

Freitag, 1. September 2006 - 23.05-0.00 arte
Lee Miller: Der Weg auf die andere Seite des Spiegels, Porträt der Fotografin
Sylvain Roumette zeichnet das bewegte Leben und den Werdegang der amerikanischen Fotografin Lee Miller nach. In einer Mischung aus Fotos, Archivaufnahmen und Filmszenen kommen ihr Sohn Antony Penrose und der Gefährte ihrer Kriegsjahre, der Fotograf David Scherman, zu Wort.

Freitag, 1. September 2006 - 0.30-0.55 (VPS: 0.25, Datum Samstag) arte
Künstler hautnah: Giorgia Fiorio - Fotografin
"Künstler hautnah" porträtiert die in Turin geborene, aber weit über die Grenzen Italiens hinaus bekannte Fotografin Giorgia Fiorio

Samstag, 2. September 2006 - 10.40-11.00 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Balthasar Burkhard, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 5
Balthasar Burkhards grossformatige Bilder entstehen an extremen Orten der Welt, in der Wüste Namibias, am Amazonas oder über Megastädten wie Mexixo-Stadt oder Chikago.

Samstag, 2. September 2006 - 16.25-16.40 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Balthasar Burkhard, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 5

Sonntag, 3. September 2006 - 17.00-17.20 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Christian Coigny, Porträt, Schweiz, 2004, Folge 6
Die Schwarzweiss-Fotografie ist Christian Coignys Leidenschaft, ob er berühmte Persönlichkeiten aus Kultur und Showbusiness auf einem Vitra-Stuhl sitzend porträtiert oder ob er einem seiner persönlichen Projekten nachgeht. Letztere sind von Kindheitserinnerungen geprägt: die Bretagne, die Strände der Normandie, wo Coigny schon als Kind die Ferien mit seiner Familie verbrachte

Mittwoch, 6. September 2006 - 11.40-12.00 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Christian Coigny: Porträt, Schweiz, 2004, Folge 6

Donnerstag, 7. September 2006 - 9.30-10.25 arte
Lee Miller: Der Weg auf die andere Seite des Spiegels
Porträt der Fotografin

Samstag, 9. September 2006 - 11.00-11.45 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Christian Coigny, Porträt, Schweiz, 2004, Folge 6

Samstag, 9. September 2006 - 11.15-12.15 (auch 19.15-20.15) Doku (ZDF digital)
Die Reisen der Mona Lisa - Ein Bild begeistert die Massen
Dokumentarfilm, Spanien/Niederlande/Finnland/Deutschland, 2003
Beim Malen bin ich so begabt wie alle anderen auch. Die Selbstbeschreibung, mit der Leonardo da Vinci den Herzog von Mailand um eine Anstellung ersuchte, zählt zu den gewaltigsten Untertreibungen der Kunstgeschichte.

Samstag, 9. September 2006 - 16.25-16.40 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Christian Coigny, Porträt, Schweiz, 2004, Folge 6


Sonntag, 10. September 2006 - 17.00-17.20 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Manuel Bauer, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 7
Manuel Bauers grosses Thema ist das Schicksal des tibetischen Volkes. Für seine bekannteste Fotoreportage begleitete er ein sechsjähriges Mädchen auf der lebensgefährlichen Flucht über den Himalaja ins indische Exil. Seit drei Jahren begleitet Manuel Bauer den Dalai Lama auf seinen zahlreichen Reisen und dokumentiert dabei den Alltag des tibetischen Gottkönigs

 
Mittwoch, 13. September 2006 - 11.40-12.00 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Manuel Bauer, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 7

Freitag, 15. September 2006 - 13.15-14.00 3SAT
Das Foto wird schreien: John Heartfields politische Botschaft

Samstag, 16. September 2006 - 16.25-16.40 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Manuel Bauer, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 7

Sonntag, 17. September 2006 - 10.15-11.10 3SAT
Bilderwelt - Weltbilder: Ernst Scheidegger - Fotograf, Verleger, Maler, Cineast
Er kannte viele große Künstler seiner Zeit persönlich: Der heute über 80-jährige Schweizer Fotograf Ernst Scheidegger ging im Pariser Atelier Alberto Giacomettis ein und aus. Seine Arbeiten brachten ihn mit Fernand Léger, Cartier Bresson, Max Bill, Werner Bischof, Paul Lohse, Man Ray und vielen anderen zusammen. Als Bildreporter bereiste er unter anderem für die Fotoagentur "Magnum" die arabische Welt, Indien und den fernen Osten. "News Week", "Paris Match" und die "Times" druckten seine Bilder.

Sonntag, 17. September 2006 - 17.00-17.20 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Alain de Kalbermatten, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 8
Die Sehnsuchtsvisionen des Walliser Fotografen Alain de Kalbermatten.

Sonntag, 17. September 2006 - 23.05-23.50 ORF2
Ars Electronica 2006: Einfachheit oder Die Kunst des Komplexen
Neue Technologien, die uns das Leben und die Arbeit einfacher gestalten sollen, machen es scheinbar noch komplizierter. "Make it simple" - ein Wunschtraum für die Beziehung Mensch - Maschine? Doch "Simplicity" ist nicht das Gegenteil von Komplexität und gute Computerkunst ist beides: einfach und komplex! Vordenker von Weltrang wie John Maeda, Professor für Media Arts and Sciences am MIT in Boston oder Oliviero Toscani, der italienische Starfotograf und Werbeguru diskutieren in der Ars Electronica-Dokumentation von Bernhard Hain mit hochrangigen Experten aus Wissenschaft, Kunst, Politik und Wirtschaft über "Symplicity", die Einfachheit und die Kunst des Komplexen. Auch bei der Uraufführung eines der Stücke des weltbekannten Komponisten Michael Nyman in St.Florian spielen Einfachheit und Komplexität eine wesentliche Rolle, wie überhaupt in seinem Schaffen. Auch Kulturphilosophen und Theologen durchleuchten die Sehnsucht des Menschen nach Einfachheit aus gesellschaftlicher und spiritiueller Sicht.

Montag, 18. September 2006 - 0.35-1.05 (Datum Dienstag) RBB
Beruf: Aktfotograf: Günter Rössler
Jeder DDR-Bürger hat sie wohl schon einmal gesehen: Die Fotos nackter junger Mädchen, die sich auf Sofas rekeln oder anmutig durch Sommerwiesen laufen, und die schicken Models, die die Titelblätter der Modezeitschriften "Sibylle" oder "Modische Maschen" zierten. Der Fotograf, der die Schönen ablichtete, war Günter Rössler aus Leipzig. Er gilt als Nestor der Aktfotografie in Ostdeutschland und feierte am 06.01.2006 seinen 80. Geburtstag. Voller Energie baute er nach der Wende eine Modelagentur auf, die erste, die es in Sachsen überhaupt gab, umgeben von schönen Mädchen, die er ablichtet, bekleidet und unbekleidet. Rössler arbeitet hart mit seinen Models, inszeniert Modenschauen und Tänze. Er unterweist die Mädchen auch in Choreografie, denn das Schreiten über den Laufsteg will gelernt sein. Es reicht nicht, einen wohlgeformten Körper und ein schönes Gesicht zu haben. Rösslers Maxime ist: "Schönheit setzt Charakter voraus".

Mittwoch, 20. September 2006 - 11.40-12.00 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Alain de Kalbermatten, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 8
Alain de Kalbermattens Bilder sind menschenleer und doch spürt man ihre Präsenz. Der Walliser Fotograf findet seine Sehnsuchtsvisionen an wenig spektakulären Orten wie Industriehallen, leerstehenden Hotels oder verlassenen Steinbrüchen

Freitag, 22. September 2006 - 13.15-14.00 3SAT
Alexander Rodtschenko
Alexander Rodtschenko (1891-1956) war ein vielseitiger und einflussreicher Künstler der sowjetischen Avantgarde der 1920er Jahre. Der Konstruktivist arbeitete als Maler, Grafiker, Fotograf, Produktdesigner, Lehrer sowie als Bühnen- und Kostümbildner bei Film und Theater und griff nachhaltig in die kunst- und kulturpolitischen Auseinandersetzungen ein. Leo Lorez erweckt den Künstler mit Dokumentationsmaterial und Computeranimationen zu neuem Leben.

Freitag, 22. September 2006 - 12.00-12.15 HR
Der fotografische Supermarkt: Schüler lichten ihre Alltagswelt ab
Bringen Fotografien die Wirklichkeit hervor oder zum Verschwinden? Eine nur schwer zu beantwortende Frage. Zumindest vervielfältigt die neue digitale Fotografie die Alltagswelt, vor allem seit nicht nur Kameras, sondern auch Handys zu jeder Zeit und an allen Orten spontane und preiswerte Bilder ermöglichen und überall hin verschicken - ein inzwischen unter Jugendlichen beliebtes Vergnügen. Diese Erfahrung wird in dem Film "Der fotografische Supermarkt" aufgegriffen und von den Jugendlichen selbst hinterfragt. Schüler einer 10. Klasse der Alexander-von-Humboldt-Schule aus Rüsselsheim fotografieren - von der Kamera begleitet - ihre Alltagswelt und gehen dabei ihren Sehnsüchten, Wünschen und Ängsten nach. Wie wird etwa das Thema "Liebe" fotografiert? Wie teilt man seine Gefühle mit? Greifen sie dabei auf Werbemuster zurück, oder entwickeln sie ihre eigene Bildsprache? Werden die Fotos am heimischen PC bearbeitet, oder sind sie spontan? Welche Manipulationsmöglichkeiten gibt es? Gelingt es in diesem Projekt, die Alltags- und Konsumwelt von Schülern durch Schüler neu und kritisch zu hinterfragen? Der Film, den die Schüler selbst gedreht haben und der ihre eigene mediale Kompetenz stärkt, versucht eine Antwort zu geben.

 
Samstag, 23. September 2006 - 11.00-11.10 (auch 16.25-16.40) Schweiz 1
PHOTOsuisse: Alain de Kalbermatten, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 8

 
Sonntag, 24. September 2006 - 15.40-16.00 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Urs Lüthi, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 9
Als "Polizisten des guten Geschmacks" bezeichnet sich Urs Lüthi selber. Ein Porträtfilm über den bekannten Schweizer Künstler aus der Reihe "PHOTOsuisse".

 
Mittwoch, 27. September 2006 - 11.40-12.00 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Urs Lüthi, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 9

 
Freitag, 29. September 2006 - 13.45-14.00 alpha
Der fotografische Supermarkt: Schüler lichten ihre Alltagswelt ab

Freitag, 29. September 2006 - 14.30-15.00 arte
Schulgeschichten: Das deutsch-polnische Gymnasium in Löcknitz

 
Samstag, 30. September 2006 - 10.40-10.55 (auch 16.35-16.55) Schweiz 1
PHOTOsuisse: Urs Lüthi, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 9


Samstag, 30. September 2006 - 20.15-20.40 arte
Nackt ist die Kunst, Folge 4: Die Männer
Michelangelos "David" ist nicht allein Schutzpatron von Florenz, sondern auch ein homosexuell inspiriertes Meisterwerk männlicher Schönheit. Caravaggios "Amor der Sieger" wird als "zwielichtiger" Knabe vorgestellt, der unter dem Generalverdacht steht, Lustbild für Päderasten zu sein. Und Marie-Jo Lafontaines Video-Installation "Tränen aus Stahl" zeigt auf 27 Monitoren, wie sich bei einem Power-Training ganz normale Männer in selbstverliebte Freizeitidioten verwandeln

Samstag, 30. September 2006 - 3.30-4.00 (Datum Sonntag) SWR
Landesschau unterwegs: Stadt - Land - Fluss: Landschaftswandel aus Fotografensicht

 
Sonntag, 1. Oktober 2006 - 17.00-17.20 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Reto Rigassi, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 10
Reto Rigassi ist mehr Alchimist als Fotograf: Er nutzt die Naturkräfte, um seine künstlerischen Experimente durchzuführen: Auf dem Gotthard liess er den Vollmond das Fotopapier belichten. Zuweilen gestattet er dem Zufall, nachhaltig in seine Arbeit einzugreifen. So fiel ihm an einem stürmischen Tag an der schottischen Küste der belichtete Film ins Meer. Die entwickelten Bilder zeigten daraufhin ein Zufallspuzzle aus dunklen Flecken und klar erkennbaren Stellen: "Eine neue Technik war geboren."

 
Sonntag, 1. Oktober 2006 - 22.30-23.30 arte
Saving Jazz - Der Fotograf Herman Leonard und sein Archiv
Die Dokumentation schildert eine außergewöhnliche Rettungsaktion und die Rekonstruktion eines einzigartigen amerikanischen Fotoarchivs in der vom Hurrikan Katrina zerstörten Metropole New Orleans. Der preisgekrönte britische Dokumentarfilmer Leslie Woodhead porträtiert den 82-jährigen Fotografen Herman Leonard, der seit Jahrzehnten die Größen der amerikanischen Jazz-Geschichte fotografiert.

 
Mittwoch, 4. Oktober 2006 - 11.35-12.00 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Reto Rigassi: Reihe, Schweiz, 2004, Folge 10

 
Samstag, 7. Oktober 2006 - 16.40-16.50 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Reto Rigassi, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 10

 
Sonntag, 8. Oktober 2006 - 10.15-11.10 3SAT
Henri Cartier-Bresson - Biografie eines Blicks
Als Meister des "entscheidenden Augenblicks" ist Henri Cartier-Bresson, Jahrgang 1908, zu einem der bekanntesten Fotografen aller Zeiten geworden. 50 Jahre lang bereiste Cartier-Bresson die Welt und lebte zu Zeiten bedeutender politischer Umwälzungen in Ländern wie Indien, China und Indonesien. Sein Werk hat nicht nur Referenzcharakter für den Bildjournalismus des 20. Jahrhunderts, sondern für Ästhetik und Ethik der Fotografie überhaupt. In dem Porträt gibt Cartier-Bresson preis, was ihn berührt, bewegt, heiter oder nachdenklich stimmt. Zu Wort kommen unter anderen auch Isabelle Huppert, Arthur Miller und die Magnum-Fotografen Elliott Erwitt, Josef Koudelka und Ferdinando Scianna.

 
Sonntag, 8. Oktober 2006 - 16.55-17.10 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Georg Gerster, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 11
Georg Gerster, Pionier und Meister des Flugbildes. Im Auftrag von Swissair und "National Geographic" hat er Fotos von atemraubender Schönheit geschaffen. Ein Porträtfilm aus der Reihe PHOTOsuisse.

 
Mittwoch, 11. Oktober 2006 - 11.35-12.00 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Georg Gerster, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 11

 
Samstag, 14. Oktober 2006 - 10.40-10.55 (auch 16.30-17.00) Schweiz 1
PHOTOsuisse: Georg Gerster, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 11

 
Sonntag, 15. Oktober 2006 - 17.00-17.15 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Muriel Olesen und Gérald Minkoff, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 12
Das fotografische Tagebuch "für zwei Stimmen" des Künstlerpaars Muriel Olesen und Gérald Minkoff. Ein Porträtfilm aus der Reihe "PHOTOsuisse".

 
Sonntag, 15. Oktober 2006 - 23.30-0.00 MDR
Die Märchenhafte - Die Fotografin Sibylle Bergemann
In der DDR arbeiteten nur eine Handvoll Fotografen im eigenen Auftrag. Heute werden ihre Arbeiten hoch geschätzt, besonders die der Fotografinnen. Sibylle Bergemann ist eine der Hochgeschätzten. Sie wurde berühmt mit ihren Modefotos für die DDR-Zeitschrift "Sibylle", der fotografischen Dokumentation der Entstehung des Marx-Engels-Denkmals und Reportagen im "Sonntag". Heute arbeitet Bergemann für den "Spiegel", den "Stern" und für "GEO".

 
Mittwoch, 18. Oktober 2006 - 11.40-12.00 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Muriel Olesen und Gérald Minkoff, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 12

Mittwoch, 18. Oktober 2006 - 11.40-12.00 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Muriel Olesen und Gérald Minkoff, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 12

Samstag, 21. Oktober 2006 - 16.30-17.00 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Muriel Olesen und Gérald Minkoff, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 12
Das fotografische Tagebuch "für zwei Stimmen" des Künstlerpaars Muriel Olesen und Gérald Minkoff.

Mittwoch, 25. Oktober 2006 - 11.40-12.00 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Luc Chessex, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 13
Fotografieren für ein gesellschaftliches Ideal: Der Lausanner Luc Chessex lebte während 14 Jahren in Kuba, als offizieller Fotograf der kubanischen Revolution.

Freitag, 27. Oktober 2006 - 22.10-23.05 arte
Zucker fürs Auge: Die verrückte Welt des David LaChapelle
Die Bilder des Fotografen David LaChapelle erscheinen in international renommierten Hochglanzmagazinen. Die bunten und grellen Fotografien sind oft voller Extreme und Katastrophen und scheuen nicht die Auseinandersetzung mit der modernen Zeit.

Samstag, 28. Oktober 2006 - 16.30-17.00 Schweiz 1
PHOTOsuisse: Luc Chessex, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 13

Montag, 30. Oktober 2006 - 11.00-11.15 (VPS: 11.05) Schweiz 1
PHOTOsuisse: Luc Chessex, Reihe, Schweiz, 2004, Folge 13
Fotografieren für ein gesellschaftliches Ideal: Der Lausanner Luc Chessex lebte während 14 Jahren in Kuba, als offizieller Fotograf der kubanischen Revolution. Ein Film aus der Reihe "PHOTOsuisse".

Samstag, 4. November 2006 - 22.00-22.45 Doku (ZDF digital)
Bettina Reims - Mein Leben
"Chambre Close" heißt der Bilderzyklus, der die Fotografin Bettina Rheims weltberühmt machte. Ihre Kunst hat die 1952 geborene Französin der Schönheit und den Frauen verschrieben.


Montag, 6. November 2006 - 18.45-19.30 Doku (ZDF digital)
Bettina Reims - Mein Leben
 
Dienstag, 7. November 2006 - 9.35-10.00 arte
Cie Mana: Attente
Tanzkunstvideo von Gontran Froehly und Alain Imbert
Das Tanzkunstvideo verbindet eine Bühnenperformance des Choreografen Alain Imbert, in der eine Frau zwei Männern begegnet, mit Aufnahmen, die Kameramann und Regisseur Gontran Froehly in Aserbaidschan gedreht hat.

Mittwoch, 8. November 2006 - 12.00-12.45 Doku (ZDF digital)
Bettina Reims - Mein Leben

Donnerstag, 9. November 2006 - 17.00-17.45 Doku (ZDF digital)
Bettina Reims - Mein Leben

Freitag, 10. November 2006 - 22.30-23.15 Doku (ZDF digital)
Bettina Reims - Mein Leben

Dienstag, 14. November 2006 - 12.45-13.00 Info (ZDF digital)
neues kompakt: Digitale Kunst

Mittwoch, 15. November 2006 - 14.45-15.00 (auch 2.45-3.00, dann Datum Donnerstag) Info (ZDF digital)
neues kompakt: Digitale Kunst


 

Virtuelle Videorecorder im Internet: http://www.shift.tv / http://www.onlinetvrecorder.com/

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